Erdtrommeln am 15.04.2019

Die Urvölker aller Kulturen verwenden die Trommel seit Anbeginn der Zeit als ein spirituelles Hilfsmittel, um sich mit Mutter Erde zu verbinden und mit ihrem Herzschlag gleich zu schwingen. Hiermit sagen wir Mutter Erde Dank und ehren sie!

Unter der Leitung von Arwen Arihildr haben wir gemeinsam einen wunderschönen Abend verlebt!

Gemütlicher Ausklang nach dem Trommeln und Mantrensingen

Ein wunderschöner Platz zum Trommeln auf der Bazora!

ÖDO – Naturspiritualität

Uthar mit den Gebethen

Einen schönen Tag und ein herzliches Hallo

Alle Religionen  und  Kulturen  kennen  Feste, heilige Vorgehensweisen, die nach einer naturgesetzlichen Ordnung vollzogen werden. Vielen sind die einheimischen und naturbezogenen Rituale unbekannt und fremd geworden. Die heutigen Menschen denken,  dass  Naturrituale unserem Leben nichts bringen und mit unserer modernen Zeit nichts zu tun haben.  Sie meinen, wenn überhaupt praktizierbar,  dass die Rituale der heutigen Zeit angepasst werden müssten.  Es ist sicher richtig, dass Feste oder Rituale immer so gefeiert werden müssen, dass sie in sich stimmig sind. Dann berühren sie auch die Natur, das Göttliche und somit den Menschen. Aber es könnte in dieser Forderung auch ein Unverständnis für Naturspiritualität mitschwingen. Religion lässt sich nicht einfach nur „anpassen“. Sie hat ein Eigenleben, auch ohne den Menschen.  Naturreligion ist der Schlüssel, um die Tür zum Heiligen aufzuschließen. Und gerade indem sie uns diese Tür öffnet, ist sie für uns heilend. Denn wenn wir durch sie mit der heiligen Natur kommunizieren, dann entkommen wir den Auflagen unserer Welt, dann tauchen wir in die Anderswelt ein, die nicht von Profit und Kosten-/Nutzen-Rechnung, nicht von Effektivität und Durchschaubarkeit bestimmt ist.  Und diese heilige Welt braucht unsere Seele. Für die religiösen Kelten der Vorzeit, unsere Ahnen, war es vor allem wichtig die Antworten auf die Fragen der göttlichen Natur zu finden. Es braucht  den  Anschluss  an  das  Handeln  der Götter. In ihren alltäglichen Handlungen haben sie das Tun der Götter  umgesetzt.  Die  Götter  machen vor,  wie das  Leben  gelingt. In der Alltagsspiritualität, der Naturreligion, lernen sich die Menschen in dieses Handeln der Götter ein.  Alles menschliche Tun, die Nahrungssuche, die Sorge für die Familie, für das Haus, Ausgang und Eingang, Essen und Trinken, alles war für unsere Ahnen heiliges Leben. In allem hatten sie teil an dem Leben, das ihnen von Gott her zukam. So hatten sie das Gefühl, dass ihr Leben sinnvoll war, eingebettet in das Leben der Götter. Das Heilige heiligte auch das »Profane« und ließ es gelingen. Der moderne Mensch hat Mühe an heiligen Tätigkeiten, die scheinbar keinen  Sinn  mehr haben, weil wir „nicht mehr so leben wie früher“. Wenn wir selbst nicht wissen, was die Rituale bedeuten, wenn wir sie nur wiederholen, weil es immer so war, so werden sie wirklich sinnlos.

In unseren keltischen Riten leben wir das Wirken der Natur mit, damit es uns erfasst, damit wir Anteil erhalten am göttlichen Leben. Dann müssen  die Feste oder Rituale nicht angepasst werden. Druidismus eröffnet einen Freiraum, den Raum des Heiligen, in dem andere Gesetze gelten als in unserem Alltag. Da geht es nicht um Kosten und Nutzen, um Profit und Erfolg, sondern um das Eins-Sein. Seit jeher haben die Menschen es genutzt, durch die Vereinigung mit der Natur am wahren Sein teilzuhaben, ihr  Menschsein  zu  regenerieren  und  mit  neuer Kraft erfüllt zu werden.

Der Österreichische Druidenorden erforscht, lehrt und praktiziert die traditionellen Rituale, Feste und Feiern unserer Vorfahren.
Unter Vorfahren verstehen wir vor allem die Ahnen aus keltischer Linie, jedoch auch die nordische und südliche Linie der Europäer.

Es bedarf einer Forschung von heiligen Stätten, antiken Schriften aus Archäologie, Philosophie und Sekundärliteratur. Und dies stellt sich der Druidenrat des ÖDO als Aufgabe. Wir stehen in aktiver Verbindung mit Druidenorden aus anderen europäischen Nationen, jedoch auch mit der hermetischen Überlieferung. Die Verbindung mit der Göttlichkeit im Ausdruck der Natur ist für uns vorrangig.

Wir laden alle Mitmenschen herzlich ein, sich an unseren Jahresfesten, Trommelabenden oder anderen Veranstaltungen zu beteiligen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.oesterreichischer-druidenorden.at
oesterr.druidenorden@drei.at oder
+43 650 380 88 67

Frühlingskräuter und ihre Kräfte

Wenn wir zur Zeit in den Wald gehen, stehen unsere Füße in einem Teppich von frischem Giersch, Knoblauchsrauke, Bärlauch, Taubnessel und Veilchen. Über uns dringen schon viel stärkere Sonnenstrahlen auf die Erde nieder und mit etwas Glück konnten wir schon mal einen wilden Hasen entdecken. In dieser stürmischen, vor Kraft und Vitalität strotzenden Energie des Frühjahrs, kurz vor Beltaine, entdecken wir besonders zwei ganz bestimmte Kräfte in der Pflanzenwelt: die männliche, belebende Feuerkraft und die weibliche, beruhigende Kraft der Erdmutter. Wir begegnen hier Belenos und Belisama in der Fauna, genauso wie in uns.
Je nachdem wie wir diese Kräfte in uns erleben, kann es sein, dass wir vor lauter Sturm und Drang kaum wissen, welches Projekt wir als nächstes begehen sollen, oder dass uns ganz im Gegenteil die Frühjahrsmüdigkeit zu schaffen macht. Genauso auf der körperlichen Ebene kann es den Einen so gehen, dass sie Entzündungen an allen Schleimhäuten und Übersäuerungen haben und die Anderen leiden unter noch winterschlafenden Mägen und chronischem Husten.. Und für eben diese Symptome hält die Natur uns genau die richtigen Heilmittel bereit. Nein eigentlich müsste man sagen, in ihnen wirken ganz einfach die selben Kräfte wie in uns, und wir dürfen uns ein Stück von ihnen nehmen, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Was war denn das erste Pflänzchen, das bei euch den Schnee durchbrochen hat? Mit großer Wahrscheinlichkeit das Scharbockskraut mit seiner großen Sonnenkraft. Seine kleinen, fast runden Blättchen wirken recht unscheinbar, aber bergen große Kräfte. Unglaublich viel Vitamin C (auf der chemischen Ebene), also Feuerkraft pur für müde Geister. Unsere keltischen Vorfahren nannten das Pflänzchen Gian, das heißt Sonne! Mittlerweile fängt es zu blühen an und werden bestimmte Stoffe viel zu stark, ungenießbar und sogar etwas giftig. Da bedienen wir uns lieber anderen Muntermachern, wie Bärlauch, Knoblauchsrauke oder all den verschiedenen Schaumkräutern. Sie wärmen im Allgemeinen und reinigen unser Blut, aktivieren Leber und Galle … etwa wie ein Frühjahrsputz im Körper.
Wer jetzt aber eher unter zu viel Hitze leidet, Übersäuerungen, Ausschläge aber auch aggressivem Husten, sucht lieber die beruhigende und kühlende Wirkung von Taubnessel oder Schlüsselblume.

Ein besonderes Beispiel hierfür ist das Veilchen. Das zart, unscheinbare Blümchen, das im Wald meist kleine, violette Teppiche bildet. Es ist dem Mond und der Venus, also Mutter und Tochter zugeordnet. Es wirkt bei eben diesen Beschwerden kühlend und erweichend und das besonders bei Kindern und alten Menschen. Das Pflänzchen mag manchmal etwas an eine Krankenschwester, oder eben an eine Mutter erinnern. Und dann dieser zarte, süße Duft…

Also hält auch jetzt die Welt das richtige Mittel für uns bereit und wir dürfen die Augen öffnen, staunen und lernen. Oder einfach in den Wald sitzen und essen…