Advent – An der Wende


Der Kreis hat sich geschlossen und gleichzeitig wieder geöffnet. Mit Samhain, einem Vollmondfest, beginnt im Keltischen das neue Jahr. Alle Geburt führt aus der Dunkelheit ins Helle.
Das ist der Grund, warum Woche für Woche eine Kerze mehr angezündet wird. Jul steht für das Jahresrad – der Kranz symbolisiert das Jahresrad – die Tannenäste, mit denen der Kranz gebunden wurde, symbolisieren das ewige und unvergängliche Sein – die vier Kerzen symbolisieren die vier Jahreszeiten und auch deuten sie auf die immer heller werdende Zeit hin.
Die Zeit zu Samhain ist die dunkelste. Sie lässt uns mit dem Tod beschäftigen. Sie ist der Winterbeginn. Sie erweckt Sehnsucht ins uns – die Sehnsucht nach der Wärme und Helligkeit der Sonne. Und der Sonnengott wird bald geboren werden, aus dem Schoße Hels, in dem sich auch unsere Ahnen befinden.
Advent ist auch die Zeit, wo man sich innerlich auf das Neue vorzubereitet. Altes und Unbrauchbares hinter sich zu lassen, was weiterwachsen soll aufzubereiten und zu verändern, dass es sich zu transformieren vermag. Wisse: Nichts bleibt gleich, geschweige denn ewig, außer der Ewigkeit selbst. Altes muss sterben, und mit dem Neuen kommt die Hoffnung, und die Hoffnung schürt das neue Licht. Und wer, wenn nicht wir selbst sind die Hüter des inneren Feuers? Und wer, wenn nicht wir, tragen die Verantwortung für unsere Gedanken, Ziele und unser Handeln?
Advent ist die Zeit der Besinnung, der Ruhe, des Ausruhens, des Resümierens, des Bewusstwerdens, der Vorbereitung für unsere neue Taten. Aus dem Samen, den wir zu Advent säen, werden wir die Ernte einfahren, die wir verdienen.
So wünsche ich euch allen eine wundervolle Adventszeit.
Euer Wega Tawelwch

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