Lughnasad Họrmeitiðblot / Lammas Leinerntefest

 

Heute feiern wir das keltische Fest Lughnasad, beziehungsweise das nordische Fest Họrmeitiðblot, auch Leinerntefest genannt. Es ist das 4. der keltoi-nordischen Vollmondfeste. Lughnasad ist das erste Erntefest im naturspirituellen Zyklus. Es ist das letzte Sommerfest und zugleich das erste Herbstfest.

In der Bewußtwerdung geht es um die Ernte und der dazugehörigen Dankbarkeit, die wir der Natur schuldig sind. Die erste große Ernte, dem Flachs, der einen sehr hohen Stellenwert im Leben unserer Ahnen hatte, da Flachs, auch Lein genannt, nicht nur für die Bekleidung (Linnen) sondern auch für das sehr wertvolle Leinöl gewonnen wurde. Leinöl gehört zu den gesundesten Fettarten, da es vom menschlichen Körper am leichtesten „Lughnasad Họrmeitiðblot / Lammas Leinerntefest“ weiterlesen

Der ÖDO grüßt Dich

Der westliche Pfad der Spiritualität

Spricht man von den großen Mysterien der Menschheit, teilt man sie meistens in Jene des Ostens und in solche des Westens ein. Den Traditionen des Westens haftete dabei oftmals etwas Undurchdringliches, Geheimes, Mystisches, oft sogar Unheimliches an. Jedoch gibt es Begriffe auf dem westlichen Pfad, die sehr in die Tiefe der Menschheit reichen : Zusammengehörigkeit, Freundsamkeit sowie der Gral – eines der großen Themen der europäischen Tradition. Die Suche nach dem Gral (dem heiligen, keltischen Kessel) lässt sich eher vergleichen mit der alchemistischen Suche nach dem Stein der Weisen oder mit dem östlichen Streben nach Erleuchtung. Jedoch die Tatsache, dass der Westen über derart alte spirituelle Weisheitstraditionen verfügt, macht den keltischen Pfad so wertvoll.

Dies alles ist nicht einfach verschwunden oder vernichtet worden, von diesem Pfad zeugen Spuren in Museen und Bibliotheken, und
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ÖDO – Naturspiritualität

Uthar mit den Gebethen

Einen schönen Tag und ein herzliches Hallo

Alle Religionen  und  Kulturen  kennen  Feste, heilige Vorgehensweisen, die nach einer naturgesetzlichen Ordnung vollzogen werden. Vielen sind die einheimischen und naturbezogenen Rituale unbekannt und fremd geworden. Die heutigen Menschen denken,  dass  Naturrituale unserem Leben nichts bringen und mit unserer modernen Zeit nichts zu tun haben.  Sie meinen, wenn überhaupt praktizierbar,  dass die Rituale der heutigen Zeit angepasst werden müssten.  Es ist sicher richtig, dass Feste oder Rituale immer so gefeiert werden müssen, dass sie in sich stimmig sind. Dann berühren sie auch die Natur, das Göttliche und somit den Menschen. Aber es könnte in dieser Forderung auch ein Unverständnis für Naturspiritualität mitschwingen. Religion lässt sich nicht einfach nur „anpassen“. Sie hat ein Eigenleben, auch ohne den Menschen.  Naturreligion ist der Schlüssel, um die Tür zum Heiligen aufzuschließen. Und gerade indem sie uns diese Tür öffnet, ist sie für uns heilend. Denn wenn wir durch sie mit der heiligen Natur kommunizieren, dann entkommen wir den Auflagen unserer Welt, dann tauchen wir in die Anderswelt ein, die nicht von Profit und Kosten-/Nutzen-Rechnung, nicht von Effektivität und Durchschaubarkeit bestimmt ist.  Und diese heilige Welt braucht unsere Seele. Für die religiösen Kelten der Vorzeit, unsere Ahnen, war es vor allem wichtig die Antworten auf die Fragen der göttlichen Natur zu finden. Es braucht  den  Anschluss  an  das  Handeln  der Götter. In ihren alltäglichen Handlungen haben sie das Tun der Götter  umgesetzt.  Die  Götter  machen vor,  wie das  Leben  gelingt. In der Alltagsspiritualität, der Naturreligion, lernen sich die Menschen in dieses Handeln der Götter ein.  Alles menschliche Tun, die Nahrungssuche, die Sorge für die Familie, für das Haus, Ausgang und Eingang, Essen und Trinken, alles war für unsere Ahnen heiliges Leben. In allem hatten sie teil an dem Leben, das ihnen von Gott her zukam. So hatten sie das Gefühl, dass ihr Leben sinnvoll war, eingebettet in das Leben der Götter. Das Heilige heiligte auch das »Profane« und ließ es gelingen. Der moderne Mensch hat Mühe an heiligen Tätigkeiten, die scheinbar keinen  Sinn  mehr haben, weil wir „nicht mehr so leben wie früher“. Wenn wir selbst nicht wissen, was die Rituale bedeuten, wenn wir sie nur wiederholen, weil es immer so war, so werden sie wirklich sinnlos.

In unseren keltischen Riten leben wir das Wirken der Natur mit, damit es uns erfasst, damit wir Anteil erhalten am göttlichen Leben. Dann müssen  die Feste oder Rituale nicht angepasst werden. Druidismus eröffnet einen Freiraum, den Raum des Heiligen, in dem andere Gesetze gelten als in unserem Alltag. Da geht es nicht um Kosten und Nutzen, um Profit und Erfolg, sondern um das Eins-Sein. Seit jeher haben die Menschen es genutzt, durch die Vereinigung mit der Natur am wahren Sein teilzuhaben, ihr  Menschsein  zu  regenerieren  und  mit  neuer Kraft erfüllt zu werden.

Der Österreichische Druidenorden erforscht, lehrt und praktiziert die traditionellen Rituale, Feste und Feiern unserer Vorfahren.
Unter Vorfahren verstehen wir vor allem die Ahnen aus keltischer Linie, jedoch auch die nordische und südliche Linie der Europäer.

Es bedarf einer Forschung von heiligen Stätten, antiken Schriften aus Archäologie, Philosophie und Sekundärliteratur. Und dies stellt sich der Druidenrat des ÖDO als Aufgabe. Wir stehen in aktiver Verbindung mit Druidenorden aus anderen europäischen Nationen, jedoch auch mit der hermetischen Überlieferung. Die Verbindung mit der Göttlichkeit im Ausdruck der Natur ist für uns vorrangig.

Wir laden alle Mitmenschen herzlich ein, sich an unseren Jahresfesten, Trommelabenden oder anderen Veranstaltungen zu beteiligen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.oesterreichischer-druidenorden.at
oesterr.druidenorden@drei.at oder
+43 650 380 88 67