5.Folge Ritualistik

Liebe Freund:innen

Die spirituelle Dimension der Naturvölker, wie wir als Kelten, zu kennen und zu verstehen, befähigt uns dazu, angesichts der Lebensprüfungen gelassen zu bleiben. Unser Verhalten zu einer bestimmten Zeit hängt von den jeweiligen Umständen ab, denen wir gegenüberstehen.
Die Rahmenbedingungen unseres Lebens können sich von Sekunde zu Sekunde ändern, was zu einen entsprechenden Verhalten führt. Im Laufe eines Tages geht jeder Mensch durch verschiedene Umstände hindurch, die ihm zu einen Elternteil, Partner:in, Freund:in, Chef:in oder Mitarbeiter:in machen. Jede Situation erfordert eine angemessen Rolle und das angemessen Verhalten.

Als sicherer Tagesstart, um Gelassenheit zu finden, gilt das morgendliche Gebeth am Altar.
Der Altar ist der tragende Teil der Verinnerlichung und der Nachahmung der Naturgesetze.

Der Druidenaltar

Gruß in vereinten Kräften für Wahrheit, Liebe und Friede
Uthar Ariwinna, EDd.

Friedenstrommeln

am 17.11.2022 von 20.00-21:30 Uhr

Ort: An der Frutz 6, 6835 Muntlix

Anmeldung und Infos unter 00423 7939293

Vom 6. bis zum 18. November 2022 findet in Ägypten, in Scharm asch-Schaich, die 27. UN-Weltklimakonferenz statt. Politiker und Menschen, die etwas zu sagen haben, etwa 35.000 Teilnehmer aus 197 Nationen, werden hierfür erscheinen und man kann wie jedesmal nur hoffen, dass dort wirklich die Interessen von unserer Mutter Erde und unserer nachfolgenden Generationen vertreten werden.

Unser Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat dort jedenfalls mitgeteilt, „dass es weltweit viel zu viel Blablabla und zu wenig Taten im Klimaschutz gibt“ und hat angekündigt, bis 2026 zusätzliche 220 Millionen Euro zur internationalen Klimafinanzierung zur Verfügung zu stellen. Ein guter Schritt, jedoch wird das reichen? Aussagen, wie „Wir befinden uns auf dem Highway in die Klimahölle und haben den Fuss auf dem Gaspedal“, aber auch „In Wohlstand leben, ohne dem Klima zu schaden“ sind nur kleine Einblicke. Wichtig ist, dass vor allem alle Klimaverpflichtungen nicht vergessen gehen dürfen, angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine, dass die Gelder, die so dringlich für die Wende benötigt werden, auch dafür verwendet werden und nicht in Krieg investiert werden. Ein Pakt zwischen den reichen und armen Ländern wird gefordert und dass die Probleme endlich angegangen werden, die zu Klimafluchtbewegungen führen, denn mehr als 70 Prozent der Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit stammen nach Angaben der Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen (UNHCR) aus Ländern, die den Folgen des Klimawandels besonders ausgesetzt sind … und … und … und.

Können WIR angesichts unserer globalen Probleme, mit denen sich die Politik zu befassen hat, auch etwas tun? Wenn ja, was?

Um in die eigene Verantwortung tiefer eintauchen zu können, wollen wir miteinander zusammenkommen und den Frieden mit ganzem Herzen herbeisehnen, ihn einfordern, auch IN UNS. Wir wollen in uns hören und miteinander für den Frieden trommeln. Denn für das, was der Mensch zutiefst herbeisehnt, dafür setzt er die richtigen Impulse. Wir kennen den Weg, wie es funktioniert …

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.“

Wir wollen erkennen, was in uns be-friedet werden möchte und was uns in unserer eigenen Zu-frieden-heit unterstützt, welchen Impuls wir setzen können, für den Frieden in unserem Herzen, in unseren Familien und in unserem Zuhause, für ein friedliches Miteinander mit unseren Nächsten.

Wenn du nicht nach Muntlix kommen kannst, dann schwinge dich zur selben Zeit in unser Kollektiv ein und trommle von zuhause mit, oder tanze, oder singe, oder bete, und lass uns gemeinsam ein Energiefeld erschaffen, das von Liebe, Rücksichtnahme, Empathie und Verantwortungsgefühl genährt ist.

Der österreichische Druidenorden ist Teil des Vorarlberger Netzwerk Auf-hören, in welchem sich verschiedene Weltanschauungen, Kulturen und Religionen vereinen, um sich miteinander für eine bessere Welt einzusetzen. Ebenfalls wollen wir an dieser Stelle auf den nächsten Bodensee-Friedensweg in Heiden aufmerksam machen (am 10. April 2023) mit dem Thema: ZUSAMMEN:HALT! Frieden und Klima für unser Überleben.

So freue ich mich auf unser gemeinsames TUN!

Herzlichst Thara,

Druidin des österreichischen Druidenordens

Welt im Wandel 3.Teil

Gedanken zur Situation 3. Teil
Samhain – der Beginn einer neuen Zeitepoche

Samhain ist die Zeit der Ahnen und der Toten. Samhain ist der Zeitpunkt, an dem der Vorhang zwischen dieser Welt und der Anderswelt am dünnsten ist. Das Tor zwischen den Welten ist zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr so offen, wie zu diesem. Es ist der Zeitpunkt, wo wir am leichtesten zu unseren Ahnen Kontakt aufnehmen können. Verpassen wir diesen Zeitpunkt, so ist es, als ob wir den Zug verpassen, mit dem wir unbedingt einen wichtigen Punkt erreichen wollen.

Samhain war seit je her bei den Kelten der Beginn des neuen Jahres. Alles beginnt in der dunkelsten Zeit, und Samhain ist die dunkelste und mystische Zeit im neuen Zeitenzyklus. Es ist wie die Schwangerschaft bevor das Licht geboren wird.

Es gibt ein Gesetz, das besagt, dass alles was im Außen ist, auch im Innen ist. So ist es, daß die Zyklen, die wir draußen erleben auch in unserem Inneren stattfinden. Ein anderes Gesetz besagt, dass alles EINS ist und nichts außerhalb dieses EINEN sein kann. Diese Zyklen finden also überall statt. Dem Anfang und dem Ende ist alles unterworfen, es sei den es handelt sich um das große EINS aus dem alle Gesetze entstanden sind.

So darf uns damit einiges klar werden: Auch wir sind ein Teil des EINS und können uns nicht aus diesen Gesetzen herausnehmen, auch nicht aus dem Zyklus von Entstehen und Vergehen.

Alles wird also geboren. Jedes Lebewesen, jeder Planet, jedes Sonnensystem, jede Galaxie und sogar das ALL Midgards. Odins Runenlied beschreibt diesen Zyklus genau und noch genauer wird er in der Völuspa beschrieben. Er beginnt mit dem Ginungagap und endet mit dem Ragnarök. Wir können also erkennen, dass in unseren Mythen die Antwort für das Verständnis für´s Leben von unseren Ahnen für uns festgeschrieben wurden.

Zurück zu Samhain – zu unserem inneren Samhain. Samhain ist also der Beginn des neuen Jahreszykluses. Wir nehmen Kontakt auf zu unseren Ahnen, die unser Fundament sind. Aus ihnen heraus wurden wir geboren. Ihnen gebührt unsere Dankbarkeit. So ist es auch mit unserem Leben und den Einstellungen dazu. Wir sind Gewohnheitstiere. Bisher gelebte Gewohnheiten wollen wir kaum ändern bis wir erkennen, dass sie geändert werden müssen und Neues zur nächsten Gewohnheit wird. Wie, z.B. wenn durch Erlebnisse Traumata geboren werden und nach gewisser Zeit durch Aha-Momente sterben müssen. Der Aha-Moment benötigt zumeist, wenn auch nicht immer ein vorangegangenes Leiden. Leid will oft nicht angesehen werden. Dann flüchten wir davor, z.B., durch Einname von Alkohol- oder Suchtmittel oder wir ignorieren es. Und egal, ob Flucht oder Nichtbeachtung – sie beginnen zu wachsen und beherrschen unser Leben und unser Tun, bis der Druck so groß wir, dass wir uns dann dem stellen müssen, das uns so sehr quält. Und wenn wir uns dann dem stellen, das uns zu dauernder Unruhe treibt, so erreichen wir unser persönliches Samhain. Wir halten dann inne, beginnen uns von allem zu distanzieren, was uns an unserer Weiterentwicklung hindert und plötzlich können wir unser Sein doch reflektieren. Die innere Furcht läßt plötzlich nach. Wir erreichen eine Selbsttranzendenz, die es möglich macht unser Ego nicht mehr wichtig zu nehmen und schaffen es, durch unsere bewußt willentliche Betrachtung, das hinter uns zu lassen, was uns bisher klein gehalten hat. Wir wachsen und gewinnen an Größe und Bedeutung. Wir stellen dann fest, dass wenn wir uns dem stellen, das uns schwächt, eine ganz besondere Wechselwirkung stattfindet, denn je mehr wir uns unseren Ängsten und Schwächen stellen, schwächer werden sie und desto stärker werden wir dabei.

Mir fällt dazu ein Sprichwort ein, das besagt, dass man Feinde dadurch besiegen kann, in dem man sich mit ihnen befreundet. Wenn wir uns also unseren Ängsten und Gewohnheiten stellen, wenn wir uns dem Ego stellen, so können wir also diese Elemente besiegen in dem wir ihnen gut gesinnt entgegentreten, ihnen die Hand geben und sie anstatt mit Furcht, mit Freude einverleiben.

Dies bedeutet, das der Feind stirbt und dadurch ein Freund geboren wird. Wer Feinde zu Freunden macht, der schafft Frieden (wie im Innen, so im Außen), vergrößert seine Möglichkeiten durch Vermehrung an Eigenschaften, die man nicht an sich hat aber nun bei sich hat.

So schaffen wir es eine Reinkarnation zu erschaffen, die einen positiven Entwicklungsprozess initiiert der uns auf die nächsthöhere Ebene hinauf katapultieren wird.

In Wahrheit, Liebe und Frieden

Euer Wega Tawelwch