Der Anspruch des Myterienschülers Teil 3

Der wahrhaftige Mysterienschüler muss seine Gefühle ins Gleichgewicht bringen. Er muss sich den Züchtigern Angst, Wut, Hass, Trauer, Neid oder Gier entgegenstellen.
Er sieht in leidvollen Erfahrungen und in Schwierigkeiten im Leben oder in der spirituellen Ausbildung Prüfungen die ihm von den Göttern gestellt werden, damit er sie lösen und daraus lernen kann.
Er nimmt die Aufgabe, die ihm im Leben und in seiner spirituellen Ausbildung gestellt werden an, ohne darüber zu klagen oder unglücklich zu sein, denn er weiß, dass darin ein tiefer Sinn liegt. Er begegnet allen Schicksalsschlägen unerschrocken und mit Gleichmut. er lässt sich durch keine schmerzliche Erfahrung aus dem Gleichgewicht oder vom Pfad der Natur abbringen und er lässt es nicht zu, dass seine Loyalität zu den Mysterien ins Wanken gerät.

Bleibe im Licht

Ob arm oder reich, elitär oder Durchschnitt, gläubig oder bekenntnislos. Immer sind es die großen Fragen, die uns ein Leben lang begleiten. REMAIN IN LIGHT – Bleibe im Licht. Die Ausstellung von Marbod Fritsch ist zugleich ein Auftrag an alle, die sie besuchen. Der raumfüllende Ring im Kirchenschiff steht für religiöse Toleranz – eine künstlerische Übersetzung der berühmten Ringparabel aus „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing.
Gefüllt mit über 400 Kerzen hängt dieser Ring wie ein Kronleuchter über dem nach den Ausgrabungen offenen Boden. Menschen verschiedener Religionen sollen nach und nach Kerzen anzünden, und zwar nach einem vorgegebenen zeitlichen Rhythmus, sodass die erste Kerze dann erlischt, wenn die letzte Kerze auf dem Ring angezündet wird, „Bleibe im Licht“ weiterlesen

Der Anspruch des Myterienschülers Teil 2

Liber Mundi

Der wahre Mysterienschüler benutzt seinen übenden Verstand und seine genaue Beobachtungsgabe um sein Wissen über sich und das Universum beständig zu erweitern. Dabei wendeter das Prinzip des Polarität an um zwischen „normal“und „natürlich“abzuwägen. Er betrachtet alle Dinge mit Wahrhaftigkeit und seine Gedanken, Urteile, Worte und Taten sind stets von Ehrlichkeit geprägt.
Er bemüht sich stets um eine Meinung, die auf Erkenntnis beruht. Er hinterfragt die Gründe für seine Entscheidungen. Er ist ein guter Beobachter und beurteilt die Dinge nüchtern und leidenschaftslos und er ist stets bereit sein Urteil und seine Ansichten zu ändern, wenn er zu neuen Erkenntnissen gelangt ist. Vor allem strebt er nach Wahrheit, Liebe und Friede.
Wenn er in einer Lebenssituation, die er nicht voll erfassen kann, eine Entscheidung treffen muss, dann nutzt er sein Unterscheidungs-vermögen indem er aufgrund dessen was er weiß abwägt, welche vorläufige Entscheidung wichtig ist.