Der Anspruch des Myterienschülers Teil 2

Liber Mundi

Der wahre Mysterienschüler benutzt seinen übenden Verstand und seine genaue Beobachtungsgabe um sein Wissen über sich und das Universum beständig zu erweitern. Dabei wendeter das Prinzip des Polarität an um zwischen „normal“und „natürlich“abzuwägen. Er betrachtet alle Dinge mit Wahrhaftigkeit und seine Gedanken, Urteile, Worte und Taten sind stets von Ehrlichkeit geprägt.
Er bemüht sich stets um eine Meinung, die auf Erkenntnis beruht. Er hinterfragt die Gründe für seine Entscheidungen. Er ist ein guter Beobachter und beurteilt die Dinge nüchtern und leidenschaftslos und er ist stets bereit sein Urteil und seine Ansichten zu ändern, wenn er zu neuen Erkenntnissen gelangt ist. Vor allem strebt er nach Wahrheit, Liebe und Friede.
Wenn er in einer Lebenssituation, die er nicht voll erfassen kann, eine Entscheidung treffen muss, dann nutzt er sein Unterscheidungs-vermögen indem er aufgrund dessen was er weiß abwägt, welche vorläufige Entscheidung wichtig ist.

3.Triaden-Treffen 2020

Gebethe für die Freundsamkeit

Eine intensive Zeit

Rückblick Triade-Treffen 2019. Die Anfahrt zum Triade-Treffen 2019 war bereits eindrücklich. Von Deutschland aus dem hügeligen Voralpenland kommend, öffnete sich hinter Feldkirch in Österreich ein sehr langes Tal. Rechts und links schienen die Berge immer höher zu werden. Der Gletscher, die vor Urzeiten hier mal entlang floss, war energetisch noch zu spüren. Dann kam die Abbiegung Richtung Bürserberg. Steil und kurvenreich führte der Weg hoch bis in die Nähe der Spitze. Unser Ziel, das Gästehaus Zimba, ein großzügig gebautes Holzhaus. In wundervoller Lage, abgeschieden und eingebettet gleichermaßen.
Nach der Anmeldung bezogen wir ein uriges Zimmer mit bequemen Betten. Obwohl immer mehr Teilnehmer des Triade-Treffens eintrafen, blieb es ruhig. Die Kinder spielten auf der Wiese, eine weiße Dogge zeigte sich, lies sich von allen kraulen und verschwand dann wieder. Eine kleine Gruppe der Teilnehmenden ging den Fußweg, knapp 10 Min zum Ritualplatz zwischen den Steinkreisen. Eine mehrere Hektar große Fläche öffnete sich, auf der in unterschiedlichen Abständen große und kleine Steinkreise standen. In einiger Entfernung sahen wir Kühe, die interessiert zu uns schauten. Was wir dann erlebten war etwas besonderes. Einige von uns bauten den Platz auf, andere schauten sich die Steinkreise näher an. Und plötzlich, ja plötzlich taten sich drei Kühe zusammen. Erst schauten sie vorsichtig, doch dann kamen sie näher und inspizierten die Neuankömmlinge. Sie schnupperten an uns, liesen sich streicheln. Doch in Wahrheit hatten sie es nicht auf die Menschen, sondern die mitgebrachten Gaben für das Ritual abgesehen. Nachdem dies allen klar geworden war, packten wir wieder ein und gingen zum Gästehaus zurück. Zum Glück gab es vor und hinter dem Haus Wiesen und Wald.
Das Ritual selbst zeigte auch dieses Mal seine eigene Energie. Es begann zu regnen, doch im Verlauf des Zeremoniells entwickelte sich eine Energiesäule. Wer in der Säule war, spürte keinen Regen, wer außerhalb von ihr war, wurde naß. Etwas derartiges hatten viele von uns zuvor noch nie erlebt.
Am nächsten Tag fanden die Workshops statt. Uthar erzählte von den Verbindungen der Freund-Samkeit. Wir sind selbst Freunde für andere und gleichzeitig liegt die Qualität jeder Freundschaft als Samen in uns.
Karin führte uns in das uralte Wissen des magischen Quadrats ein. Sie zeigte in ihm die Himmelsrichtungen und den Jahreskreis. Wir erlebten die Bedeutung der Zahlen, in dem wir unsere Geburtszahlen errechneten und den ‚roten Faden‘ unserer meist verborgenen Bedürfnisse im Leben erkannten.
Wolfgang eröffnete ein Fenster in politische Zusammenhänge, die den meisten zuvor unbewusst waren. Er erläuterte den Unterschied von Mensch und Person in dem er unter anderem auf die Schreibweise in den Ausweisen verwies und deren rechtliche Bedeutung erklärte.
Arwen zeigte uns ihr schamanisches Wissen und zeichnete ein beziehungsreiches Bild von Abhängigkeiten, die im Kontext von Krankheit und Gesundheit stehen. In ihrem Bild schilderte sie verschiedene Ebenen, Naturwesen und dazu gehörende Bedeutungen. Wir bekamen ein Gefühl für den nepalesischen Schamanismus und ihrer Arbeit mit der Anderswelt.

Am Abend fanden wir beim Eisteddfod alles was das Herz begehrt: Humor, Tanz, Gesang und tiefgehende Vorträge wechselten sich bunt ab.

Laut Überlieferung ist Anam Cara ein keltisches Konzept für einen Seelenfreund. Mit der Anleitung von Katja erlebten wir am Sonntag-Morgen, was das für uns bedeutet. Wir musizierten gemeinsam, profitierten mit speziellen Übungen von dem, wie sich Anam Cara im Alltag anfühlen kann.
Nachdem wir uns während dem Anam Cara geöffnet hatten, zeigte sich im Abschlussritual der individuelle, energetische Puls. Wir gingen schweigend zu den Steinkreisen, fanden dort oder auf dem Weg etwas, das wir als symbolischen Samen für uns oder andere zum Ritualplatz brachten. In gestärkter Ruhe, dankbar, in sich gekehrt und gleichzeitig offen für alles was kommen wird, beendeten wir das zweite Triadetreffen zu Alban Elfed in Österreich.

Auch in 2020 werden wir wieder gemeinsam das Fest zu Alban Elfed zelebrieren, uns austauschen, von einander lernen und Spaß haben. Wer gerne teilnehmen möchte, schaut sich https://druiden.org/Erinnerungen an , und kann sich schon heute den Termin für das 3.Triaden-Treffen vormerken:

25.09. bis 28.09.2020 in Bürserberg/Vorarlberg

Der Anspruch des Mysterienschülers

Licht aus Dunkelheit

Wir werden in dern nächsten Wochen vier grundsätzliche Verhaltensregeln notieren, die einen wahrhaftigen Schüler der traditionellen Mysterien ausmachen. In unterschiedlichen Lebenskrisen in denen der Schüler des Druidismuses unsicher ist, wie er sich benehmen soll, können diese Ansprüche ihm als Richtungsgeber dienen. Nach Ansicht des ÖDO sollte jede druidistisch Praktizierende sich bemühen sie zu der Grundlage seines Strebens zu machen.

1. Ein wahrer Schüler sieht sich als einen Teil des Kosmos und als Bote der Göttinnen und Götter. Er strebt stets mit Hingabe und Friede danach, seine Bestimmung auf Mutter Erde als Holon zu erfüllen. Er ist vorallem ein Freund der Liebe.

Druidisten versuchen freundsam und nie gedankenlos zu sei und im alltäglichen Leben sieht man eine Möglichkeit zu spirituellem Wachstum, indem man sich übt diese mit Geistesgegenwart auszuführen. Er ist im Augenblick und in der Gegenwart fokussiert. Ein druidischer Leitspruch lautet: „Der wahre Zeitpunkt ist die Gegenwart.“ In seinen Lebenssituationen bemüht er sich ein Verbreiter der Liebe zu sein, sei es auf dem Pfad des Häuslichen Lebens, in der Begegnung mit dem Mineral-, Pflanzen-, Tier- oder Menschenreich oder in der naturspirituellen Praxis. Stets hat er seine Bestimmung vor Augen und begegnet jeder neuen Erfahrung mit freundsamer Lernbereitschaft.

Er ist übt sich in seiner täglichen Praxis in den Mysterien und verbessert beständig seine spirituelle Ausbildung. Er versucht geduldig zu sein und übt sich in Disziplin und Ordnung. Den er weis dass er das ganze Leben lernen muss.

Er lässt sein Ego sterben und schafft Platz für einen Kanal für die göttlichen Mächte und die Kräfte der Anderswelt wirken durch ihn durch und helfen bei all seinen Werken und Taten.