Das Lied des Träumers

Brigit singt:
Nun kommt die Stunde, die uns die Götter verhießen und bringt des Wunders Schau.
Ist es ein Stern, der neugeboren, kraftvoll dringt aus nächtgem Grau?
Ist`s eine Welle, die dem Schönheitsquell entspringt als Freudentau?
Ist es ein Vogel ohne Tod, der glorreich sinkt zur Erdenau?
Es ist die Welle, steigend, tönend, siegesreich, brechend im Licht.
Es ist ein Stern, von Lieb erfüllt und Freud, des Glanz Nächte durchbricht.
Es ist ein Feuer, gottentborn, und Liebe geht dem Licht voran, und Tod berührt es nicht.
Die Welle breche nur, aufgeh` der Stern, die Flamme leuchtet weit.
Es ist an uns, so unsere Herzen weise sind, jetzt stark zu sein und zum Empfang bereit.

Brigit hört auf zu singen, und für eine Weile herrschen Waldbrände, E-Lebensmittel, Mikroplastik-Vergiftungen, Coronavirus, der Gläserne-Mensch, die totale Überwachung, Geld- und Machtgier, Krieg, Intoleranz, Alltagsaggression, Hunger, Unterdrückung, Ausbeutung und Egoterik auf Mutter Erde.
Dann sagte der Freundsame: „Fremd sind die Worte des Gesangs, und fremd ist die Mitwelt geworden.  Es zieht mich jäh herunter aus dem Äther – tief – tief – immer tiefer. Die Menschheit auf  Mutter Erde ist ein Alptraum geworden. Ich fühle den Atem fremder Werte auf meinem Gesicht. Aber ich singe das nicht. Wer singt das?“
„Die Erde singt dies.“ sagt Brigit.
„Die Erde?“ fragt das liebende Herz. „Ist nicht die Erde auf dem tiefsten Grunde des Chaos? Mir schaudert in der Finsternis, welche die Erde umhüllt. Ich sehe die schwarzen, zischenden Wasser und die Ungeheuer, die einander verschlingen – ich schaue hin in den windenden, zuckenden Geldwirtschaftsgrund.
Das Licht, von dem die Erde atmet, ist getrübt durch den Gedanken an den Abgrund, und die Herzensmenschen rufen: „Sprich nicht weiter von dieser Erde, o Flamme der Ewigkeit, und laß die Gedanken an sie von uns abgleiten, wie der Traum des Friedens entgleitet.“

„O ihr Menschen“, spricht Brigit, „hört noch ein anderes! Die Erde wehklagt jede Nacht, weil sie von der Schönheit träumt. Die Erde träumt von der reinen Stille des Urbeginns, von dem Stern, der dem Sonnenaufgang vorangeht.

„O ihr Menschen“, spricht der Naturspirituelle, „hätte ich doch nie den Gesang gehört, denn nun kann ich die Gedanken an die Erde nicht mehr von mir schütteln.“
„Warum sollten wir die Gedanken von uns abschütteln, Mitmensch? Wir haben uns eingehüllt in allen Farben des Sonnenlichtes.  Sind wir nicht bereit, in die Finsternis zu schauen und den Donner der Wogen des Abgrundes zu  hören? Sind wir nicht bereit, Freude in den Abgrund zu bringen?“

Ein Druide streckt die Hand aus und pflückt  eine Blüte von einem Zweig. Er haucht die Blüte an und wirft sie in die Luft. Sie verwandelt sich in einen wunderbaren, weißen Vogel und umkreist uns singend.

Freie Menschen erheben sich und sprechen: „Ich bin bereit, in die Finsternis zu schauen. Ich bin bereit, den Donner des Abgrundes zu hören.“

„Dann komm mit mir“, spricht Brigit. „Ich gehe meinen blauen, grünen und weisen Mantel um die Erde zu breiten, weil sie von der Schönheit träumt.“
Und die Menschen sprechen: „Lassen wir ab vom egoterischen Weg der Gebärmutterflüsterinnen, den Online-Engelberatern, den Turbo-Reiki-Matrixern, den karmischen Aurachirugen.

„Ich will die Natur der Geistigkeit leben“ sprechen die Wahrheitsliebenden.
„Ich will die Natur der Entsprechung leben“ sprechen die Friedvollen.
„Ich will die Natur der Schwingung leben“ sprechen die Einigenden.
„Ich will die Natur der Polarität leben“ sprechen die Liebenden.
„Ich will die Natur des Rhythmus leben“ sprechen die Lebendingen.
„Ich will die Natur der Wirkung leben“ sprechen die Leidenschaftlichen.
„Ich will die Natur des Geschlechtes leben“ sprechen die Vernünftigen.

Und alle sprechen:“ Lasset uns zusammen sein und Dinge schaffen, voll von Schönheit, Wahrheit,Friede, Freiheit und Liebe, auf dass die Mutter Erde froh werde.“
Sie vereinen sich und rufen: „ Schieben wir das egoterische „ich fühle-empfinde das“ bei Seite, denn ich möchte die wahrhaftig blauen und silbernen Fische sehen. Ich möchte die herzlich-leuchtende Quelle des Wassers sehen. Und die Blüten, die ehrlich wachsen. Wir wollen unter den Bäumen lebendige Tiere sehen und die Wärme der Steine fühlen“
Das ist ein gutes Werk. Wir wollen hier sein und dies vollenden.

„Ich muss gehen, sagt Brigit. „O Brigit“ sprechen die Menschen. „Bevor du gehst, knüpfe einen Knoten in das Netz, zur Stärkung des Einzelnen. Knüpfe ein Unterstützernetz, auf dass wir uns immer an Dich erinnern dürfen.
Denn es ist an uns, so unsere Herzen weise sind, jetzt stark zu sein und zum Empfang bereit.“

Wir sind bereit für dieses Unterstützernetzwerk. Für ganzheitliche Ausschreibungen. Für öffentliche Jahreskreisfeste.
Für verbindene Friedensmärsche. Für zielführende Umweltaktivitäten. Für liebende Menschen

Wir leben das

Gruß in Wahrheit, Liebe und Friede
http://www.oesterreichischer-druidenorden.at/
Schreibe an den  oesterr.druidenorden@drei.at und sei Bildner einer natursamen und freundsamen Mitwelt

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