Sehnsucht nach dem Göttlichen

Höre, Noreia Isis, du Schöne, ein Wort von mir.
Ich sah Lugh, von dir getrennt.
Er murmelt einzig deinen Namen,
sein Leben ist voller Liebesschmerz.
Seine schönen Augen sind feucht von Tränen,
denn er denkt nur an dich.
Er isst keine Speise und trinkt nicht,
denn er verzehrt sich in Sehnsucht nach dir.
Einst war er glücklich und reich.


Sonnengott Lugh ist fasziniert von Mutter Erde, Noreia.
Das liebende Leben ist das Vorbild für alle menschliche Sehnsucht.
Der spirituelle Mensch sieht das göttliche Paar getrennt.
Der Mensch hat tiefe Sehnsucht nach einen spirituellen Leben.
Der Mensch leidet unter der Trennung und weint viele Tränen.
Denn Mensch und Natur sind ein Paar.
So wie sich der Gott nach der Göttin sehnt,
sehnt sich der Mensch nach Ganzheitlichkeit.
Nach dem göttlichen Wesen in sich.
So sind die Götter Vorbild des naturspirituellen Menschen.
Denn für sie hat das ganze Leben eine göttliche Dimension.

Gehe den Weg der Spiritualität. Lebe mit Mutter Erde und Vater Sonne.
Euer Druide Uthar

Kultgöttin von Strettweg

Durch die zur Schau gestellte Nacktheit der Großen Göttin, wir nennen sie Noreia, wird vom Betrachter:in erwartet, dass der geistige Gehalt, der in diese Nacktheit steckt, erkannt wird.
Die Natürlichkeit wird stets durch die Naturreligion getragen, und sie wird kultisch gefeiert, wie bei der Göttin des Strettweger Kultwagen. In der symbolischen Veranschaulichung wird dem Eingeweihten das Geheimnis der Erfahrung und der sinnlich erfassbaren Welt, die Unsterblichkeit und der Wiedergeburt geoffenbart.
Die göttliche Erschaffung ist von einer zyklischen Fruchtbarkeit und einen dynamischen Prozesses durchströmt, die durch das weibliche repräsentiert wird.
Alban Eiler, Ostara, das Fest des Frühlings und der Fruchtbarkeit feiern wir am 19. März. Sei dabei.

Die Kunst der Kelten soll Bewußtsein vermitteln.
Goethe`s Erklärung könnte von einem hermetisch-naturspirituellen Druiden stammen: „Das Vermögen, jedes sinnlich zu veredeln und den totesten Stoff durch Vermählung mit der geistigen Idee zu beleben, ist die sicherchste Bürgschaft unseres überiridischen Ursprungs.“
www.keltenleben.jetzt

Altar

Liebe Mitmenschen

Um dem Göttlichen begegnen zu können, muss ich erst einmal mir selbst begegnen.
Ich muss bei mir sein.
Es stellt sich dann die Frage: „Wie kannst du vom Göttlichen verlangen, dass es dich hört, wenn du dich selbst nicht hörst?“
Willst du das Göttliche erkennen, so lerne dich vorher selber kennen.
Um sich selber zu erkennen geht im Keltentum der Mensch den Weg der Kontemplation und des Gebeths. In der Überlieferung heisst es:

„Als ich einmal in Gedanken über das Seiende war und mein Denken sich in große Höhen erhob, während meine sinnlichen Wahrnehmungen ausgeschaltet waren wie bei Menschen, die wegen Übersättigung an Speisen oder körperlicher Ermüdung von Schlaf überwältigt sind, da glaubte ich, eine übergroße Gestalt von

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