Entwurzelung und Zukunft

Liebe Brüder und Schwestern

In einer Zeit, in der die Mitmenschen verzweifelt nach den Wurzeln ihres Seins suchen, um der Sinnhaftigkeit, Verstehbarkeit und Machbarkeit ihres Lebens einen Wert zu geben, und dabei sich mit der Geschichte beschäftigen, ist es eine fundamentale Bedeutung, die Wurzeln unserer Mythologie zu ergründen.
Wir vom Druidenorden erschaffen mit dem Projekt „keltenleben“ (https://www.keltenleben.jetzt/ ) die Grundlage unserer indigenen Stammesverbände.
Hier vereinen sich die Keltenstämme der Noriker und Brigantier. Der indigen Kelte hat seinen Mythos, und er liebt ihn. In den indigenen Mythos liegt die Zukunft. C.G. Jung schrieb bereits: „Alles Alte ist das Zeichen für Kommendes“. Die gegenwärtige Welle von auf Mythen basierenden Serien (z.B. Vikings, Lost Kongdom, Games of Thrones u.a.) die die Streamingsanbieter überschwemmt, ist ein Zeichen für die Veränderung des Bewußtseins.
Die tief in dir liegende indigene Seele sucht und ruft die Wurzeln um wieder stark zu spriessen. Du kannst Kraft daraus sammeln, erblühen und du wirst Früchte tragen.
Zu welchen Stamm gehörst Du?
Mit vereinten Kräften Uthar Ariwinnar

„Werden wir damit heil“

Dies ist der letzte Satz im vorangegangenen Thema.

Heilheit. Heilung. Die beiden Begriffe müssen von Gesundheit und Gesundung unterschieden werden.

In der Traditionell Europäischen Medizin gibt es die Krankheitsursache „Ens Deus“.
So benannt werden Krankheiten die unheilbar sind. Hier wird es zu keiner Gesundung mehr kommen.
Jedoch ist eine Heilung möglich. Die Gesundung darf für die Heilung nicht die letzte Norm sein.

Die Heilung geht über die Gesundung hinaus. Sie muss sich jedoch mit der Gesundung auseinander setzen.

Doch das Ziel der Heilung ist nicht in erster Linie die Gesundung/Gesundheit, sondern die Offenheit für das Göttliche und
die Erfüllung unserer menschlichen Sehnsucht nach Heilheit.
Wenn Menschen spirituell sind und stolz über ihre religiösen Erfahrungen berichten, ist dies ein guter Weg zur Heilheit.
Doch sind dies die ersten Schritte. Hier stellt sich die Frage nach dem konkreten Leben.
Wann stehst Du auf und machst Gebethe? Wie gelingt die alltägliche Arbeit inklusive Deiner Werte?
Wie studierst Du die Religiösität? Wie gestalten sich Deine Beziehungen?

Wir sollten das konkret Leben im Fokus setzen, damit niemand abhebt und „Weltflucht“ begeht,
sondern die Spiritualität im Alltag integriert.
Ein afrikanisches Sprichwort besagt: „Ein Kind aufzuziehen, braucht ein ganzes Dorf.“
Das afrikanische Sprichwort beschreibt die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt, vorallem im Alltag.
Ebenso in vielen anderen Bereichen des alltäglichen Lebens kann diese Weisheit verwendet werden.
Es braucht ein ganzes Dorf. Welchen Lebensumstände fallen Dir ein, bei der ein ganzen Dorf eine Hilfe darstellt?
Indigene Völker leben diese Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Sowie unsere keltischen Vorfahren eine Gemeinschaft waren.
Wir Kelten wollen wieder als Indigenes Volk daran arbeiten und an diesen Weisheiten anschließen.

Materielle Welt – wie brauchen wir diese?

In der Schule wurde uns beigebracht wie alles zusammengesetzt ist. Aus was wir und jede Lebensform auf dieser Welt besteht. Einschließlich der Erde und dem Kosmos. Wir zerteilen und zerstückeln diese Welt.
Auf Grund dieses Wissens, hat die Technologie, unsere Wissenschaft, viel Information über die Materie erfahren. Wir haben dadurch Erkenntnisse erlangt, die uns zu Wohlstand und Bequemlichkeit geführt haben. Doch das Leben selbst in seiner Tiefe ist verloren gegangen. Wenn du jemand kennen lernen willst und ihn zerstückelst, weißt du über diesen Menschen bescheid wer er wirklich ist ?
Wir haben dem Wissen über die Materie sehr viel Aufmersamkeit geschenkt. Dadurch haben wir alles Leben auf der Erde so behandelt, als gäbe es nur einen materiellen Wert. Für das wurde die Welt zerstört. Weil Wissen über die Materie und einen scharfen Verstand und Intellekt über alles gestellt wird.

Es sind zwei unterschiedliche Arten das Leben zu betrachten und zu verstehen.

Das Leben, als Leben und die spirituelle Tiefe sind in der Moderne abhanden gekommen. Die Suche nach dem Göttlichen endete in der Leere. Es ist eine neue Spiritualität enstanden. Wir reden über sehr vieles und haben auch darüber Wissen angesammelt. Dadurch haben wir das Gefühl man/frau weis alles. Immer mehr Menschen spüren, das es doch noch was geben muß und beginnen zu suchen, nach einem Weg der sie in die wahrhaftige Erfahrung bringt. Fertig mit all dem, was so gemacht wird in all der spirituellen Szene. Sie wollen zu dem Ursprünglichen zurückkehren. Dort begegnet uns was ganz anderes.

Gehen wir in eine Kultur, wo dieses Wissen darüber noch vorhanden ist. Dort steht das eigene Bedürfniss hinten an. Man kommt zu Frauen, die ganz Frau und Mutter sind. Kinder die fröhlich und ausgelassen spielen. Sie helfen je nach Alter mit und sehen sich als Teil der Gemeinschaft. Das empfinden eine Familie zu sein, eine Gemeinschaft steht im Vordergrund. Der Vater ist sich seiner Stellung bewußt. Die Großeltern ein fester Bestandteil der Familie. Sie wohnen bei der Familie. Alle Handlungen sind an das Leben gerichtet und dem göttlich, vergeistigtem um sich herum. Sie sehen sich als Teil der Schöpfung und handeln danach. Die Natur ist intakt.

Es ist gelebte, wahrgenommene Spiritualität. Von ersten Atemzug, bis zum Letztem. Viele Rituale und Zeremonien begleiten das Leben. Kommen sie mit der moderen Welt in Berührung, enstehen die Probleme und die natürliche Ordnung zerfällt. Um solche Kulturen zu verstehen, müssen wir in ein anderes Weltbild eintauchen. In ein Weltbild, das uns fremd ist. Lassen wir uns aber darauf ein, spüren wir dass es uns wieder zurückführt zu einen Leben in der Natur und zu einen tiefen Verständnis von Spiritualität.

In Liebe Arwen und Uthar